Für unsere Unternehmen ist RhySearch eine wichtige Drehscheibe für neue Technologien und Innovation.
Markus Probst,
Präsident AGV Sarganserland-Werdenberg
Laura De Lorenzis erwarb ihr Ingenieurdiplom und ihren Doktortitel an der Universität ihrer Heimatstadt Lecce, in Süditalien. Nach einigen Jahren als Professorin und Direktorin des Instituts für Angewandte Mechanik der TU Braunschweig, Deutschland, ist sie seit 2020 Professorin für Computational Mechanics an der ETH Zürich. Im Jahr 2022 wurde sie zum Solid Mechanics Fellow der European Mechanics Society (EUROMECH) gewählt, "in Anerkennung ihrer herausragenden und einflussreichen Beiträge zur rechnergestützten Festkörpermechanik, insbesondere zu Phasenfeldansätzen für Bruch und Ermüdung, variationellen Kollokationsmethoden und datengesteuerter Mechanik". Sie ist Autorin oder Co-Autorin von mehr als 140 Artikeln in internationalen Fachzeitschriften, hielt mehr als 20 Plenarvorträge auf internationalen Konferenzen und ist Mitglied des Redaktionsausschusses oder Mitherausgeberin von mehr als 15 internationalen Fachzeitschriften. Seit 2023 ist sie Herausgeberin von Computer Methods in Applied Mechanics and Engineering.
Prof. Dr. Laura De Lorenzis / ETH Zürich
Was hat Sie dazu bewogen, Teil des wissenschaftlichen Beirats unseres Forschungszentrums zu werden?
Ich habe mich entschieden, dem wissenschaftlichen Beirat von RhySearch beizutreten, weil ich darin eine einzigartige Gelegenheit sehe, zur angewandten Forschung beizutragen und gleichzeitig die Perspektive eines Grundlagenforschers einzubringen. Mein Hintergrund ist in der Grundlagenforschung verwurzelt, und ich bin fest davon überzeugt, dass sinnvolle Innovationen entstehen, wenn grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse mit realen Anwendungen zusammenwirken. Die Aufgabe von RhySearch, eine Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie zu schlagen, entspricht genau dieser Vision. Ich freue mich auf Diskussionen, die theoretisches Verständnis mit praktischen Herausforderungen verbinden. Indem ich meine Expertise in der Materialmodellierung, der KI-gestützten Entdeckung und der Hochleistungssimulation einbringe, hoffe ich, dazu beizutragen, strategische Forschungsschwerpunkte mitzugestalten, die sowohl die wissenschaftliche Exzellenz als auch den Einfluss auf die Industrie stärken.
Wie sehen Sie Ihre Rolle bei der strategischen Weiterentwicklung von RhySearch? Welche Ziele möchten Sie als Teil des wissenschaftlichen Beirats von RhySearch erreichen? Wo möchten Sie Ihre Prioritäten legen?
Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats sehe ich meine Aufgabe darin, strategische Leitlinien für die Forschungsausrichtung vorzugeben und sicherzustellen, dass RhySearch an der Spitze der angewandten Forschung und Innovation bleibt. Dazu gehört es, grundlegende wissenschaftliche Fortschritte mit industriellen Anwendungen zu verbinden und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Technologiepartnern zu fördern. Meine Ziele und Prioritäten sind die Stärkung der Kompetenz von RhySearch in der computergestützten und experimentellen Mechanik, die Förderung datengetriebener und KI-gestützter Methoden für Materialmodellierung, Fertigung und Zuverlässigkeitsbewertung sowie die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit und der Finanzierungsmöglichkeiten, um die Sichtbarkeit und den Einfluss von RhySearch zu erhöhen.
Welche Trends und Entwicklungen sind für RhySearch in Zukunft relevant? Welche Themenfelder sehen Sie als besonders spannend an? Wie können diese als Chancen genutzt werden?
Ein moderner und allgegenwärtiger Trend ist der verstärkte Einsatz von KI und allgemein datengesteuerten Ansätzen, um wissenschaftliche Entdeckungen, rechnergestützte Simulationen sowie die Optimierung von Produkten und Prozessen zu beschleunigen. Ein damit verbundener Trend ist der Aufschwung der Technologien des digitalen Zwillings, also intelligenter Kombinationen aus High-Fidelity-Modellen und Modellen reduzierter Ordnung sowie physikbasierten und datengesteuerten Ansätzen, die Echtzeitdaten in einer Feedbackschleife integrieren. Solche Technologien können beispielsweise entscheidend zur Verbesserung von Fertigungsprozessen beitragen.
Ein weiteres spannendes Thema ist die nachhaltige und intelligente Fertigung, also die Erforschung neuer Werkstoffe und energieeffizienter Prozesse, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. All diese Themen bieten Chancen, etwa durch die Initiierung gemeinsamer Forschungsprojekte mit Industriepartnern, um neue Technologien in praktische Anwendungen zu überführen.
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